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Globe – Das Bauwerk

LONDONER GLOBE

the rose

Die Entstehungsgeschichte von Shakespeares legendärer Volkstheater-Arena könnte Bibliotheken füllen und ist dennoch schnell erzählt: Die fahrenden Truppen des elisabethanischen Zeitalters, die zunächst auf Marktplätzen und später in mehrstöckigen Innenhöfen von Gasthäusern auftraten, brauchten ein Zuhause. Vom herumstehenden Publikum nach erfolgtem Auftritt entweder mit Goldstücken oder Gemüseresten beworfen oder vom Gastwirt mit kalter Suppe und warmem Bier belohnt, war es an der Zeit einen Bühnenraum zu entwickeln, der zahlreichen Zuschauer*innen Platz und diesen gleichzeitig unmittelbare Nähe zum Bühnengeschehen bot. Ein „wooden O“ entstand, ein polygonales, mehrstöckiges Holzbauwerk, dessen rund wirkender Innenraum eine quadratische Bühne umgab und auf drei Ebenen rund 2.000 Zuschauern Platz bot.

Als 1597 der Londoner Grundstücksbesitzer Giles Allen die Miete für den Standort, wo Shakespeare mit seinen „Chamberlain’s Men“ ihr Theater „The Curtain“ bespielten, drastisch erhöhte und damit drohte, das hölzerne Baumaterial zu verkaufen, sah sich die Schauspieltruppe gezwungen, zu reagieren. In einer Winternacht zerlegten sie das Theater in seine Einzelteile, trugen es über die Themse, bauten es südlich der St. Pauls Kathedrale wieder auf und nannten es „The Globe“. 1599 in London am Ufer der Themse eröffnet, brachte es Shakespeares Dramen den ihnen gebührenden Weltruhm.

Als Inbegriff für spektakuläres Volkstheater fand das Globe viele Nachahmer. Die Zahl der Repliken u.a. in England, Italien, Japan, Kanada, Polen und den USA wächst, in Deutschland gibt es Globe Theater in Neuss, Rust und Schwäbisch Hall, ein weiteres ist in Coburg geplant. Das Globe Berlin wird weltweit das einzige seiner Art, das mit dem eigenen Globe Ensemble Berlin ganzjährig bespielt wird..


SCHWÄBISCH HALLER GLOBE

Das Globe Berlin entsteht aus Bauteilen des Schwäbisch Haller Globe Theaters, das 2016 – nach 16 erfolgreichen Jahren – durch einen festen Neubau ersetzt wurde. Der Theatermacher Christian Leonard, Gründer und ehemals Leiter der Shakespeare Company Berlin, erwarb den Holzbau und finanzierte den Abbau und Transport auf eigenes Risiko, um nach 20 Jahren Vorarbeit seine Vision eines Globe Theaters für Berlin zu verwirklichen.

Das Haller Globe Theater wurde im Jahr 1999 durch die Architektengemeinschaft Schwäbisch Hall errichtet. Der Bau orientierte sich am Globe Theatre in London. Das Gebäude übernahm zwar die baulichen Eigenschaften des Vorbilds wie Polygon, Dreigeschossigkeit sowie Baumaterial Holz, aber imitierte den Bau nicht völlig. Damit sollten die unverwechselbaren Eigenheiten in Form und Erschliessung die Identifikation als Haller Globe Theater möglich machen. Das Theater hatte 570 Sitzplätze. Es wurde im Jahr 2016 vollständig demontiert und soll in Berlin-Charlottenburg neu errichtet werden. Im Zuge der Wiedererrichtung werden Teile des Inneren sowie das Bühnenhaus überarbeitet. Das Bühnenhaus erhält eine neue Fassade während der Bestandsbau in seiner ursprünglichen Erscheinung bewusst weitgehend erhalten werden soll. (Quelle: MARS Architekten 2020)

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GLOBE BERLIN

Das Beispiel der 1999 eröffneten Londoner Rekonstruktion beweist, dass ein Globe Theater künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann. Es erreicht mit seinen Aufführungen von April bis September eine Auslastung von 98% bei 1.500 Zuschauerplätzen.
An der Spree im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wird nun bald auf einem ca. 1700 qm großen Gelände ein bereits erfolgreich betriebener Theaterbau weiterverwendet und mit einem multifunktionalen Anbau als Werkstattbühne (99 Plätze), Foyer und Gastronomie ganzjährig bespielt und nachhaltig genutzt. Die Nachempfindung von Shakespeares legendärer Volkstheater-Arena ist 14,5 Meter hoch, misst im Durchmesser 26 Meter und hat in drei Etagen Platz für ca. 690 Besucher. Das Schwäbisch Haller Theater wird jedoch nicht original wieder aufgebaut, sondern stark modifiziert: „Bei unserem Globe handelt es sich um eine Optimierung, die aus den Erkenntnissen der Untersuchung der Globe Theater in Neuss, Schwäbisch Hall und Rust bei Freiburg entsteht“ (Christian Leonard). So wird es neben besseren Sichtachsen eine überdachte Bühne erhalten, welche die Schauspieler*innen schützt, für eine bessere Akustik sorgt und einen tiefer gelegten Stehplatzbereich vor der Bühne für die „Groundings“.

Bis der (Wieder)Aufbau beginnt, dient am zukünftigen Standort ein ringförmiger Laufsteg aus gestapelten hölzernen Bauteilen des Haller Globe als „Open-O-Bühne“. Seit 2019 haben hier in den Sommermonaten – selbst unter Pandemie-Bedingungen - schon gut 20.000 Besucher*innen auf Stühlen im Innenraum Platz genommen, um unter freiem Himmel das vielfältige, mehrsprachige Programm aus Schauspiel. Wortkunst. Weltmusik zu erleben.

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Globe Berlin

Open-O-Bühne
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